Was bleibt?

Durch die Lektüre der Literatur über Psychoakustik wurde mir klar, daß die Gegühlseben bei der Komposition von Musik am wichtigsten ist. Die große Bedeutung, die in der elektroakustischen Musik auf technische Finesse und kompositorische Komplexität gelegt wird steht in umgekehrtem Verhältnis zu den aus der Musikpsychologie zu ziehenden Schlüssen. Diese legen nahe, möglichst einfache, informatiosarme, harmonische musikalische Muster zu verwenden, um eine erfreuende, entspannende, zum genießen und zuhören anregende Musik zu erstellen.
Man ist also wieder mit dem alten Problem der Avantgarde konfroniert, in einem Elfenbeinturm zu sitzen und für eine kleine Anzahl von Spezialisten zu produzieren, die die Musik nach technischen und nicht nach emotionalen Kriterien beurteilen. Aus diesem Turm bietet allem Anschein nach auch keine Grundlagenforschung im Bereich der Klangwahrnehmung einen Ausweg.
Von meiner Suche hätte ich mir Hinweise darauf erwartet ein theoretisches Rüstzeug zu erstellen, welches bei der Erzeugung von Klängen zum evozieren verschidener Gefühlszustände behilflich sein sollte. Genährt wurde dieser Optimismus aus den Versprechen der Computertechnologie, daß mit ihr "ALLLES" möglich wäre. Zum anderen aus meinem jugendlichen Eifer heraus, der glaubte die Musikgeschichte der letzten Jahrhnderte übergehen zu können und mit einem neuen Instrument alles bisher dagewesene zu revolutionieren.
Leztzlich führten meine Untersuchungen dazu mich mit dem ältesten Instrument, dem emotionsträger #1, der Stimme zu beschäftigen. In einer möglichst intuitiven und wenig von Regelwerken und wissenschaftlichen Erkenntnissen beeinflußten Weise