Entwicklung des Gehörs Diese Abhandlung stützt sich auf Thesen von Dr. A. A. Tomatis und seine Klangtherapie. Seine Methode konnte bisher noch nicht wissenschaftlich verifiziert werden, sie zeigt aber in den meisten fällen verblüffende, positive Auswirkungen. Die sich aus dem Text ergebenden Implikationen entsprechen also der Populärwissanschaftlichen Anschauung von Dr. Tomatis. Ich führe sich desshalb an, weil sie einen alternativen Denkansatz darstellen.
Tomatis geht davon aus, daß die gesamte phylogenese des Menschen der suche nach der Sprache untergeordnet ist. Die Evolution ist auf das Ziel grichtet das Wort, den Logos, zu erhorchen und ihn in sprachliche Form zu übersetzen.

Die Phylogenese des Gehörorgans

Die Haarzelle des Cortischen Organs, kurz Corti-Zelle entwickelte sich im Laufe von Jahrmillionen zu einer regelrechten Suchantenne. Sie war eine der ersten Zellen die sich spezialisiert und die Aufgabe übernahm, mechanisch empfagene Daten in chemisch.physikalische Information umzuwandeln.
Ihre Eigenschaften:
- lebt seit jeher im flüssigen Millieu
- von länglich-ovaler Form: der Kern liegt in der Nähe der Basis
- Zytoplasma ist reich an Mitochondrien
- Zilienbüschel aus 50-100 Härchen.
- ingsgesamt befinden sich im Ohr ca. 15.000 Rezeptoren (vgl.130.000.000 im Auge, 17.000 auf jeder Hand)
- der durch Einwirkung erlaubte Neigungswinkel erlaubt Rückschlüsse, sowohl auf die Stärke als auch auf die richtung der Verlagerung. An denÝ Winkelunterschiden sind Veränderungen wie Beschleunigung ider Verlangsamung ablesbar.
- Schallreize rufen keine sichtbare Neigung ganzer Zilienbüschel hervor, sondern Verlagerungen in der Größenordnung von Molekülen. TOMATIS geht davon aus daß durch die Dynamik der Ziliaraktivität kann mit Tönen das gesamte Hörsystem aufgeladen werden. Die Aufladung bezieht sich auf die neuronale Energie, die der Fortleitung der Nervenimpulse dient.

Der nächste Schritt in der Entwicklung des Ohrs war der zum Seitenlinienorgan der niederen Fische.
Die Elemente der Seitenlinie zentralisieren sich allmählich in der otholithischen Vesicula, der ersten Vorläuferin des häutigen Labyrinths.
Beim Übergang vom Wasser zum Land waren Probleme mit der Schwerkraft, der Körperhaltung und der Orientierung zu lösen: die Kiemenspalte wurde von einer trommelfellartigen Membran abgeschlossen. So konnten die Haarzellen in dem flüssigen Milieu weiterarbeiten auf das sie bereits spezialisiert waren.
Die Orientierung im Raum gelingt dank zweier Säckchen: Utriculus und Sacculus. Ihre Wirkung wird durch das Hinzukommen der Lagena verstärkt, welche die Vorläuferin der Chochlea ist. Mit ihrem Erscheinen richtet sich der vordere teil des Körpers auf.

Im Uticulus bilden sich nun die Bogengänge, die es dem utrico-sacculärem System erlauben wie ein Kreiselsextant zu funktionieren. Die drei Bogengänge beim Menschen ermöglichen eine Orientierung in den drei Raumebenen.

Die Entstehung der Cochlea ist ien besinders großer Schritt - an ihrer Basis befinden sich über 20.000 Haarzellen. Das knöcherne Labyrinth schirmt die Schnecke von den vegetativen Vorgängen wie Schlucken, Kauen un Atmen ab.
Das runde und das ovale Fenster dient dem Druckausgleich um dem Labyrinth gleichbleibende Arbeitsbedingungen zu liefern. Hammer, Amboß und Steigbügel dienen als Schutz und Regulationsmechanismus und ermöglichen dem Menschen eine genaue Anpassung an Schallreize.

Das äußere Ohr ist die jüngste Errungenschaft der Phylogenese - es fängt von aussen kommende Laute auf, verstärkt sie und trifft auch eine Vorauswahl: es filtert die Information bevor es sie dem häutigen Labyrith weitergibt.
Filterungen durch Gehörgang, Ohrmuschel, Schädel und Torso ergeben ein Vertärkung von ca. 18dB im Frequenzbereich um die 3000Hz.


Ontogenese

Der Menschliche Fetus macht die gesamte phylogenetische Entwichklung in einer zeitlich gerafften Abfolge durch.
Innenohr, Gehörknöchelchen und Trommelfell haben nach 5 Monaten fetalen Lebens ihre endgültige Größe erreicht.
Nach 6 Monaten sind die sensorischen Endorgane, sowie die Chochlea voll entwickelt.
Der Fetus hat die Möglichkeit Reize sensorisch wahrzunehmen, kann sie allerdings noch nicht analysieren.
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Fetale Audiometrie

Die Wirkung akustischer Stimuli läßt sich am obektivsten anhand das fetalen Herzrhythmus messen.

K.P.Murphy und C.M.Smyth 1962 - Versuche mit 30 Wochen alten Embryos:

Sinus Töne im Bereich von 500 - 4000Hz und einer Intensität von 100dB (0,0002dyn/cm2) übertragen mit den Hörern eines Audiometers.

Beschleunigung der Herzfrequenz
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Normal 133.9 Puls/sec
mittlere Beschleunigung nach fetaler Aktivität 9.2 Puls/sec
Stimmulation mit 500Hz 16.8 Puls/sec
Stimmulation mit 4000Hz 10.7 Puls/sec
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Neurologische Aspekte

Tomatis betrachtet das Vestibulum als das Zentrum und den Grundstock des menschlichen Gehirns. Die hier zusammenlaufenden Nervenenden ergeben ein akustisches Bild des Körpers - der Körper hört sich selbst. Die Aufmerksamkeit des Gehörgangs richtet sich aber auch nach aussen - um besser wahrnehmen zu können richtet sich der Körper auf.
Wie die Entwicklungsgeschichte zeigt ist das Gehirn aus mehreren Stockwerken aufgebaut - so entsteht das thalamitische Stockwerk wie ein zweites Gehirn, das verstärkt und verfeinert was in den unteren Stockwerken bereits erarbeitet wurde. Nun wird diese Stockwerk durch den darüberliegenden Kortex ergänzt. Hier breiten sich alle Sensorischen projektionen auf Felder aus, die ganz allein für sie bestimmt zu sein scheinen, doch sorgen Verflechtungen und Überschneidungen dafür, daß alle zusammen eine funktionelle Einheit bilden.


Engrammierung

Das Zellgedächtnis ermöglicht es Information in einer Zelle "in situ" aufzubewahren, bevor es sie weitergibt.
Auf diese Art und Weise werden unsere Erfahrungen im Mutterleib gespeichert. Taktile Reize, wie der Herzschlag der Mutter werden als Rhythmen und Kadenzen in den Vestibulariskernen engrammiert.
Der Fetus kann die Sinneseindrücke die er währen der Schwangerschaft im Mutterleib macht noch nicht zum Gehirn weiterleiten und die dort analysieren. So "verstopft" in gewisser Weise die Wahrnehmung und es obliegt dam Erwachsenen sich dieser Eindrücke wieder bewußt zu werden und die im Gehirn zu verarbeiten.


Klangtherapie nach Tomatis
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  1. Tomatis Gesetz: Die Stimme enthält nur jene Frequenzen, die das Ohr hört.
  2. Tomatis Gesetz: Gibt man dem Ohr die Möglichkeit nicht mehr oder nicht gut wahrgenommene Frequenzen wieder korrekt zu hören, so treten diese augenblicklich und unbewußt in der Stimme wieder in Erscheinung
  3. Tomatis Gesetz: Die über eine bestimmte Zeitdauer wiederholte Stimmulation führt zur endgültigen Veränderung des Gehörs und folglich der Phonotation.
Phasen des Gehörtrainings
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Quellenverzeichnis
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Der Klang des Lebens 
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Dr. A. A. Tomatis rororo Sachbuch
Gesundheit aus dem Walkman E. Joudri Bibliothek der Universität für Musik u. Dastellende Kunst/Wien
Gerard Depardieu
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